Als Eltern im Auto unterwegs: Das sagen die Versicherungen

Zuletzt aktualisiert am

Mit der Gründung einer Familie ist schnell der Bedarf nach einem Zweitwagen oder einem größeren Erstfahrzeug gegeben. Viele Eltern nehmen sich bei der Auswahl des neuen KFZ viel Zeit, schließen jedoch aus Gewohnheit einen Tarif bei ihrer vertrauten Versicherung ab. Tatsächlich lohnt es, einige Besonderheiten beim Vertragsabschluss zu bedenken, um die junge Familie finanziell zu entlasten. Dies gilt auch für den Abschluss spezieller Versicherungen für Kinder, was nicht in allen Fällen sinnvoll ist.

eltern auto fahren


Vom Fahrzeugkauf zur richtigen Absicherung

Wenn Sie ein neues Fahrzeug kaufen, sind die praktische Vorzüge der wesentliche Maßstab für die Kaufentscheidung. So werden Sie ohne große Mühen und Handgriffe den Kinderwagen im Fahrzeug unterbringen wollen und genügend Freiraum für Einkäufe oder Reisegepäck behalten wollen.

Haben Sie bei einem Vertragshändler das passende Fahrzeug gefunden, ist die Absicherung der nächste Schritt. Hier wird Ihnen Ihr Händler einen geeigneten Vertrag präsentieren, wobei die großen Autohändler mit bestimmten Gesellschaften zusammenarbeiten. Oft sind diese Verträge nicht für Ihr individuelles Schutzbedürfnis geeignet, Ihr Status als Eltern wird kaum berücksichtigt. Gönnen Sie sich deshalb wie beim Fahrzeugkauf die Zeit, in Ruhe den Versicherungsmarkt zu sondieren und geeignete Angebote für Ihre junge Familie zu finden.


Gibt es Eltern-Vorteile in der KFZ-Versicherung?

Wenn Sie auf einen hohen Eltern-Rabatt bei der Autoversicherung in Deutschland hoffen, werden Sie enttäuscht. Der Wettbewerber zwischen den Versicherungen ist zwar groß, so dass über die Jahre viele Rabatte entstanden sind. Ein Standard ist die Vergünstigung für Eltern jedoch nicht.

Bei einzelnen Anbietern bestätigen Ausnahmen die Regel. Hier wird argumentiert, dass Eltern mit einem Kind im Auto vorsichtiger fahren und deshalb die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls sinkt. Die Auswirkungen sind statistisch jedoch nur geringfügig, weshalb Sie keine großen Abschläge erwarten sollten.

Hinzu kommt, dass ein möglicher Eltern-Rabatt alleine noch keine gute Autoversicherung auszeichnet. Eine saubere Analyse der Leistungen und Beiträge ist wichtig, so dass ein einzelner Rabatt nicht das Kriterium der Entscheidung sein sollte. Online ist die unabhängige Analyse kostenlos und unkompliziert möglich. Beispielsweise können Sie bei Verivox die KFZ-Versicherung vergleichen und so zum optimalen Tarif unter Berücksichtigung aller denkbaren Rabatte gelangen.


Überlegungen rund um den geeigneten Versicherungsschutz

Egal, wie die einzelnen Versicherungen mit Eltern umgehen, die Veränderung ist in weiteren Aspekten rund um die KFZ-Nutzung interessant. So ist die Geburt eines Kindes ein häufiger Anlass, sich ein zweites Fahrzeug anzuschaffen. Auf diese Weise sind beide Elternteile autonom unterwegs, was die Alltagsgestaltung mit Kind erleichtern kann.

Für viele Eltern lohnt die Zweitwagenregelung. Das zweite Fahrzeug wird auf den gleichen Versicherungsnehmer wie das erste Fahrzeug angemeldet, was viele Gesellschaften mit einem hohen Rabatt belohnen. Einzelne Anbieter stufen Sie mit dem zweiten Fahrzeug sogar in die gleiche Schadenfreiheitsklasse (SFK) wie das Erstfahrzeug ein. Dies ist bei erfahrenen Fahrern mit vielen Jahren ohne Schäden mit erheblichen finanziellen Vorteilen verbunden.

Falls die beiden Fahrzeuge eindeutig einem Elternteil zugeordnet sind, warten weitere Rabatte auf Sie. So sollten Sie den Personenkreis pro Fahrzeug auf jeweils eine Person einschränken. Dies wird von den meisten Autoversicherungen genauso rabattiert wie eine begrenzte Kilometerleistung pro Jahr. Vor allem für das Zweitfahrzeug, das Sie vielleicht nur für kleine Stadt- und Einkaufsfahrten nutzen, ist diese Regelung finanziell von Vorteil. Bei zwei Fahrzeugen empfiehlt es sich übrigens sowohl für Babyschale als auch Kindersitz eine entsprechende Basisstation zu kaufen um schnell von einem Fahrzeug zum anderen wechseln zu können. Bei einer Sitzerhöhung für größere Kinder gilt es hier nichts zu beachten denn diese wird ohnehin immer mit dem Gurt befestigt.


Wie sinnvoll sind Versicherungen für Kinder?

Von speziellen Versicherungen für Eltern ist es nur ein Schritt, um sich über einen guten Versicherungsschutz für Kinder Gedanken zu machen. In den letzten 20 Jahren sind Kinder jeden Alters in den Fokus der Versicherer geraten, die ein riesiges Spektrum an speziellen Verträgen bereithalten. Die Bandbreite ist groß und reicht von empfehlenswert bis unnötig.

Gerade Sachversicherungen sind im Kindesalter fast immer unnötig. Gängige Tarife beziehen sich auf einen Haushalt, der neben dem Versicherungsnehmer die gesamte Familie in Haus oder Wohnung umfasst. Bei Personenversicherungen sieht es anders aus. Diese bringen sehr niedrige Beiträge bei einem frühen Vertragsabschluss mit sich und bieten Leistungen, die tatsächlich für jedermann im Laufe des Lebens interessant werden.

Wenn Sie Versicherungen für Ihr Kind abschließen möchten, ist der Gesundheitsbereich ein guter Einstieg. Für gesetzlich Versicherte lohnt die Überlegung, den Schutz des Kindes durch Zusatzversicherungen zu erweitern. Die Zähne stehen häufig im Vordergrund, genauso wie die gehobene Unterkunft in einem Kinderkrankenhaus. Für sehr junge Patienten kostet ein solcher Zusatzschutz mit starken Leistungen nur wenige Euro pro Monat.

Mit Weitblick ist das Thema Altersvorsorge interessant. In den ersten Lebensjahren als Vertrag abgeschlossen, zahlen Sie und später Ihr Nachwuchs nur wenige Euro und genießen im Rentenalter eine größere, finanzielle Sicherheit. Für viele Eltern geht dies einen Schritt zu weit, zumal eine Zeitspanne von sechs oder sieben Jahrzehnten vorliegt. Ein grundsätzliches Informieren rund um den Versicherungsschutz für Kinder schadet trotzdem nicht.


Starke Versicherungen für die Zukunft des Kindes

Eine gute Versicherung zeichnet sich nicht nur heute, sondern noch in vielen Jahren durch starke Leistungen aus. Irgendwann wird Ihr Kind volljährig und sollte bei einer guten Autoversicherung jederzeit von der Zweitwagenregelung profitieren können. Manche Gesellschaften arbeiten mit einer höheren Altersgrenze, was die Fahrzeugnutzer angeht. Prüfen Sie, dass Ihr Kind nicht erst ab 23 das zweite Fahrzeug Ihres Haushaltes nutzen kann.

Achten Sie außerdem auf die Fortführung der Tarife, wenn Ihr Kind volljährig ist und selbst für seine Beiträge aufkommen soll. Auf eine erneute Gesundheitsprüfung bei Tarifen der Krankenzusatzversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung sollte die entsprechende Gesellschaft verzichten. Anpassungen sind je nach Tarif unvermeidbar, beispielsweise wenn Ihr Kind in ein besonders risikoreiches Berufsumfeld wechseln sollte. Doch dies ist für viele junge Eltern ohnehin Zukunftsmusik. In den ersten Wochen und Monaten ist alleine wichtig, kurz über das Thema Versicherungen nachzudenken und einen guten ersten Schutz für alle Familienmitglieder zu finden.