Kosten für ein Auslandssemester: Tipps und Hinweise zur Finanzierung

Die Kinder werden Erwachsen und irgendwann stellt sich die Frage nach einem Auslandssemester. Als Eltern möchte man seinem Kind diese Möglichkeit natürlich gerne bieten. Wir geben Tipps wie es funktionieren kann.

Auslandsaufenthalte sind teuer und besonders, wenn ein längerer Aufenthalt geplant wird, gar nicht so leicht zu finanzieren. Wer sich für ein Auslandssemester interessiert oder seinem Kind den Wunsch eines Auslandssemesters finanzieren möchte, sollte bei der Einsicht der Preislisten nicht sofort aufgeben.

Für eine Finanzierung eines Aufenthalts im Ausland gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Diese decken, je nach Bedarf, die Kosten der Reise, also die des Hin- und Rückfluges, der Unterkunft, der Verpflegung, der Auslandskrankenversicherung, die Studiengebühren und je nach Zielland die Impfungen, und die Kosten für das Visum.

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Kosten für ein Auslandssemester

Zu den beliebtesten Ländern für Auslandsaufenthalte zählen die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich, Spanien und Frankreich. Diese Länder gelten jedoch auch als die teuersten.

Bei der Kalkulation für die Kosten eines Auslandsaufenthaltes sind nicht nur die Kosten rund um das Semester und der Reise abzudecken, auch die Kosten für Aktivitäten und das Leben an sich müssen während des Aufenthaltes finanziert werden.

Grundsätzlich setzten sich die Kosten jedoch hauptsächlich aus denen des Studiums zusammen. Das Studieren im Ausland kostet, genauso wie in Deutschland, Geld. Zu den bereits erwähnten Kosten kommen die Kosten des Service noch dazu. In den meisten Fällen werden für die Studenten Bücher und weitere Dinge vorbereitet, um die Ankunft so angenehm wie möglich zu gestallten.

Kosten für ein Semester in Europa

Die Kosten für ein Reiseland lassen sich aus den Fixkosten im Land, den Reisekosten, den Studienkosten und weiteren Ausgaben, wie Taschengeld uns so weiter, berechnen.

Innerhalb des EU-Raumes fallen meist durch die Einsparung der Flugkosten, bereits hohe Beträge bei der Endsumme weg. Ein großer Vorteil an den EU-Ländern ist zudem, dass die Universitätssystem in vielen Ländern nicht viel anders als in Deutschland sind. Somit kann das Auslandsstudium auch leichter sein.

Da viele Auslandsinteressenten sich eher für Länder in Übersee entscheiden, ist es einfacher eine Finanzierung oder ein Auslandsstipendium für Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Spanien zu erhalten.

Außerdem ist die Auswahl an möglichen Universitäten groß. Wer sich für eine Partner-Hochschule der eigenen Universität entscheidet, kann bei der Planung nach kostenloser Unterstützung fragen, welche das Auslandssemester organisiert.

Durchschnittliche Kosten: Ca. ab 1000 € pro Monat

Kosten für ein Semester Übersee

Wer gerne in die Ferne möchte und sich für ein Auslandssemester in Übersee entscheidet, muss mit höheren Reisekosten rechnen. Neben den Reisekosten fallen in vielen Ländern Studiengebühren an, welche eine beträchtliche Höhe erreichen können. Auch die Lebenserhaltungskosten können sich stark von denen in Europa unterscheiden.

Dies liegt daran, dass in Übersee anderes Lohnverhältnisse herrschen als in Europa. Neben den üblichen Kosten eines Auslandssemesters, werden bei einer Anfrage auf eine Finanzierung höheren Kosten, wie Kreditzinsen, anfallen. Stipendien und Förderungen kommen oftmals für nicht-EU-Länder nicht zum Tragen.

Durchschnittliche Kosten: ca. ab 2000 € pro Monat

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BAFöG als Finanzierungsmittel

BAföG, das Bundesausbildungsförderungsgesetz, fördert in Deutschland Studentinnen und Studenten, welche die Gebühren eines Studiums, die Wohnkosten, oder andere Belange rund um das Wohlbefinden, während einer schulischen Ausbildung nicht selbst finanzieren können.

Für ein Semester- oder einen Jahresaufenthalt an einer Hochschule im Ausland ist eine Finanzierung, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen, über ein AuslandsBAFöG eine beliebte Finanzierungsart.

Das Bundes-Ausbildungs-Förderungs-Gesetz (§ 16 Abs. 1 Beim AuslandsBAföG) regelt die Förderung eines Studienaufenthaltes mit Hilfe von AuslandsBAföG bis zur Dauer eines Jahres.

Voraussetzungen:

  • Auslandsstudium muss vor Abschluss der Regelstudienzeit angetreten werden
  • Auslandsstudium hat gleiche Fachbereiche wie die Heimatuni
  • Ständiger Wohnsitz in Deutschland
  • Ausbildung im Ausland muss gleichwertig mit der Qualität der Ausbildung an einer Fachhochschule, Akademie oder Universität in Deutschland haben
  • Förderung muss die Mindestdauer des Auslandsaufenthalts betragen

Tipp: Ein weiteres beliebtes Finanzierungsmittel ist das sogenannte ERASMUS-Programm der Europäischen Union. Als bekanntes Förderprogramm für Auslandsaufenthalte, gilt das ERASMUS-Programm, als eine gute Option für Studierende, die nur wenige dreistellige Beträge finanziert haben wollen.

Das Programm fördert jeweils einen Auslandsaufenthalt von drei bis zwölf Monaten. Die Förderung stellt nur einen Zuschuss zu den auslandsbedingten Mehrkosten dar. Dabei werden Summen von momentan (Stand April 2022) 300 bis 400 Euro pro Monat übernommen.

Kredit für die Finanzierung aufnehmen

Eine weitere Option, wie schnell und einfach ein Auslandsaufenthalt finanziert werden kann, ist die Aufnahme eines Kredites. Kredite können in Banken, sowie Online in Onlinebankinstituten, beantragt werden. Bei der Beantragung ist es wichtig, gewisse Dinge zu beachten, um einer Ablehnung so gut es geht zu umgehen.

Der Hauptgrund für Ablehnungen von Auslandskrediten ist meist die falsche Antragstellung. Rund 90 Prozent aller Antragsteller stellen die gewünschte Kreditanfrage an einen nicht passenden Kreditgeber.

Diese Fehlbeantragung sorgt oft dafür, dass auch andere Kreditgeber das Kundenprofil als nicht seriös einstufen. Um dies zu umgehen, empfiehlt es sich Online einen Kreditvergleich zu starten. Auf dieser Website kann man beispielsweise einen kostenlosen Kreditvergleich starten, und angepasst an den Finanzierungswunsch, den Kreditanbieter mit den besten Konditionen heraussucht.

Vorsicht: Je mehr Kredite beantragt und angelehnt werden, umso schlechter wird die Chance einen Kredit zu bekommen. Da die Daten bei der Schufa, als negativ score hinterlegt werden.

Geld zurückgekommen: Den Auslandsaufenthalt von der Steuer absetzen

In vielen Fällen lassen sich zahlreiche Kosten eines Auslandssemesters bei der Steuer absetzen. Dabei ist es vorerst egal, wie lange der Aufenthalt im Ausland dauert.

Bei der Steuer können Kosten für die Bewerbung, für Sprachtests, die Studiengebühren, Semesterbeiträge, Schreibmittel, Reisekosten, Unterkunftskosten, gewisse Verpflegungsmehraufwandskosten, Zinsen für Studienkredite und Kosten der einzelnen Versicherungen angegeben werden.

Sollte man diese Kosten in der Steuererklärung angeben und absetzen wollen, müssen diese Ausgabe durch Rechnungen belegt werden. Mehr Infos findet man hier. Außerdem benötigt das Finanzamt einen Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme eines Auslandssemesters, eines gelungenen Abschlusses oder der Prüfungszeugnisse.

Vorsicht: Bei der Unterstützung durch BaföG ist es verpflichtend, das Auslandssemester zusammen mit der Finanzierung, bei der Steuer anzugeben. Die BaföG muss verrechnet werden, wenn es beispielsweise speziell für die Unterkunft im Ausland gewährt wurde.

Das Gleiche gilt in der Regel auch bei Auslandssemestern, die im Rahmen eines Stipendiums laufen, welche über eine bestimmte Kostensumme gehen. Die Kosten für den normalen Lebensunterhalt, muss man beispielsweise hier nicht mit den anfallenden Kosten verrechnen.

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