Erziehungsstile im Vergleich

Unter der Bezeichnung „Erziehungsstil“ wird die Art und Weise umschrieben, die Eltern anwenden, um dem Kind die persönlichen Werte und Normen beizubringen.

Es gibt keine festgeschriebenen Regeln im Bereich Erziehung. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Erziehungsstile teilweise auch sehr. Sie reichen von konservativ über autoritär bis hin zu Laissez–faire. Die Individualität basiert auf den eigenen Erfahrungen der Eltern, dem Wunsch es „besser“ oder „anders“ zu tun und dem gesamten Lebensstil der Familie.

Erziehungsstile

Ziel aller Erziehungsstile

Mit dem Erziehungsstil werden verschiedene Ziele verfolgt. Ein autoritärer Erziehungsstil bewirkt laut Lewin, dass die Kinder und somit späteren Erwachsenen Befehle ausführen und ohne Kreativität und Spontanität sind. Sie orientieren sich an festgelegten Strukturen.

Bei einer Laissez-fairen Erziehung gibt es weder Konsequenzen noch Richtlinien für das Kind. Die Erziehenden verhalten sich passiv und überlassen dem Kind jede Entscheidung. Der spätere Erwachsene kann bei der Bewältigung von Aufgaben planlos und unbeholfen wirken. Das Fehlen von Strukturen kann sich für das spätere Leben negativ auswirken.

Hinweis
Ein grundsätzliches Ziel bei allen Erziehunungsstilen sollte sein, dass das Kind ein glückliches ausgefülltes Leben führt. Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Bereitschaft zu Eigeninitiative sollten gefördert werden wie Verantwortungsbewusstsein und Selbstbestimmung.

Erziehungsstile geben eine Richtung vor. Die Entwicklung eines Menschen orientiert sich nicht durchgehend am Erziehungsstil. Dieser beeinflusst ihn stark, doch ausschlaggebend ist der Charakter des Kindes. Ein fantasievolles kreatives Kind kann sich in einer autoritären Erziehung nicht so frei entfalten, wie bei dem Laissez-fairen Erziehungsstil. Zu viel laissez-fair ohne Strukturen ist ebenfalls nicht optimal. Eine Herausforderung für die Eltern ist es eine gesunde Mischung zu finden.

Im folgenden werden 3 Erziehungsstile vorgestellt: 

Erziehungsstil nach Diana Baumrind?

Frau Diana Baumrind sieht wichtige Verbindungen darin, dass das Kind eine sichere Bindung zu den Bezugspersonen im näheren Umfeld hat. Deren wichtige Aufgabe ist es dem Heranwachsenden Werte zu vermitteln.

Vergleich Erziehungsstile

Erziehung im Vergleich zu 1924

Die Werte und Normen vom Jahre 1924 unterscheiden sich im Wesentlichen zu unserer jetzigen Zeit. Während in der damaligen Zeit strikt der autoritäre Erziehungsstil Anwendung fand, sind die Eltern heute frei in der Wahl. Die unterschiedlichen Erziehungsstile können miteinander vermischt werden.

Erziehungsstil nach Lewin

Kurt Lewin, ein angesehener Psychologe hat die verschiedenen Erziehungsstile untersucht und niedergeschrieben. Ursprünglich betrachtete er ausschließlich den autoritären und demokratischen Erziehungsstil. Im Zuge seiner Untersuchungen entdeckte er den Laissez-fairen Erziehungsstil.

Er verglich den autoritären mit dem laissez–fairen sowohl den demokratischen Erziehungsstil. Herr Lewin beschreibt hierbei die jeweiligen Erziehungsstile und das entstandene Folgeverhalten des Kindes. Passend dazu ein Youtube Video:

 

Erziehungsstile im Vergleich
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