Baby durchschlafen: Tipps & Tricks für eine ruhige Nacht

Soll Ihr Baby durchschlafen, damit Sie endlich wieder eine erholsame Nacht genießen können? Insbesondere Mamas haben es hier nicht leicht. Einerseits wollen sie ihren Nachwuchs gut versorgt wissen. Andererseits sehnen sie sich nach etwas mehr Erholung. Selbst wenn der Papa unterstützend zur Seite steht, das Stillen kann er nicht übernehmen.

Baby durchschlafen Anleitung

Viele Eltern sehnen sich die Zeit herbei wann das Baby endlich durchschläft

Monatelang müssen sich die Eltern auf den Rhythmus des Babys einstellen. Tipps zum Durchschlafen gibt es viele. Dabei geht es ums Abstillen, das Schlafen im eigenen Zimmer und eine ausreichende Sättigung. Aus wissenschaftlicher Sicht, sprechen einige Faktoren von bestimmten Zeiträumen, ab wann Ihr Baby durchschlafen kann. Was aber nicht bedeutet, dass es diese Regeln auch einhält.

Wir geben Ihnen eine umfassende Anleitung an die Hand, damit Sie und Ihr Baby durchschlafen können. Probieren Sie möglichst viel davon aus, bis es endlich klappt.

Ab wann kann ein Baby durchschlafen?

Es ist absolut verständlich, dass Sie als Eltern nervlich angespannt sind. Sie wollen ein glückliches und zufriedenes Kind. Zeitgleich soll der Rest Ihres Privatlebens nicht zu kurz kommen. Beruflich möchten Sie auch leistungsfähig sein. Was zum Großteil von Ihrer Schlafqualität abhängt.

Jedoch, ab wann Ihr Baby durchschlafen kann, wird durch viele Faktoren bedingt. So können manche Babys schon ab dem dritten Monat durchschlafen. Andere erst mit 5 Monaten oder 8 Monaten. Und selbst wenn Ihr Nachwuchs sich dazu entwickelt hat, gibt es mal wieder Nächte mit Unterbrechungen. Sei es wegen Hunger oder aus Krankheit.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Baby genug Zeit lassen und nicht in Stress verfallen. Wir möchten Sie nicht schocken, aber manche Kleinkinder schlafen erst mit ein oder zwei Jahren durch. Zumindest immer öfter. So groß ist die Spannweite tatsächlich. Weshalb wir Ihnen keine verlässliche Antwort darauf geben können, ab wann Ihr Baby durchschlafen wird.

Allerdings können Sie als Eltern viel dazu beitragen, um diese Entwicklung schneller herbeizuführen.

Kurze Checkliste zur Abendroutine

Am besten führen Sie abends vor jedem Zubettgehen eine Routine ein. Die Reihenfolge bestimmen dabei Sie selbst, aber sie sollte sich nicht verändern. Folgende Schritte stehen dabei auf Ihrer Checkliste:

  1. Baby wurde gestillt bzw. hat Brei gegessen und ist satt
  2. Baby gewaschen – Mit Lappen oder in der Babybadewanne
  3. Eine frische Windel angezogen
  4. Geschichte vorlesen
  5. Babyspieluhr aufziehen oder selbst singen

Und bitte, versuchen Sie eine angewöhnte Routine beizubehalten. Sie kann sich zeitlich jeden Abend leicht verschieben. Aber prinzipiell gibt es eine „Zubettgehzeit“.

Wie kann ein Baby durchschlafen ohne Stillen?

Zunächst einmal sollten Sie davon ausgehen können, dass Ihr Baby tatsächlich gesättigt ist. Einige Mütter stillen deshalb noch einmal gegen 22 oder 23 Uhr. In der Hoffnung, sie könnten dann wenigstens bis 5 oder 6 Uhr durchschlafen. Was funktionieren kann, aber dafür gibt es keine Garantie.

Das Durchschlafen ohne Stillen, bezieht sich aber meist auf eine längere Zeitspanne. Also bspw. Von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Dazu muss Ihr Baby ausreichend gesättigt sein. Hierbei kommt es auf die Menge der Muttermilch oder des Milchpulvers an. Ebenso ob der Magen Ihres Kindes schon ausreichend viel Nahrung aufnehmen kann. Plus eine funktionierende Verdauung, welche sich bis zum Morgengrauen Zeit lässt.

Abhängig von diesen vielen Faktoren, können Sie nie genau wissen, wann Ihr Baby durchschlafen wird. Kaum haben sie für einige Wochen Ihre Routine gefunden, denkt sich Ihr Nachwuchs eine neue aus.

Wenn Ihr Kind dann endlich durchschläft, klagen Sie vermutlich über ein anderes Problem. Denn solange Sie noch nicht abgestillt haben, produziert die Brust weiterhin Milch. Unser Tipp: Legen Sie sich eine Milchpumpe zu. Entweder pumpen Sie vor dem Schlafen ab oder die Pumpe steht wenigstens in der Nacht bereit. Damit auch Sie angenehm durchschlafen können.

Baby durchschlafen Tricks


Die Frage nach der Gehirnentwicklung

Immer wieder kann von dieser Frage gelesen werden. „Wann ist das Gehirn meines Babys zum Durchschlafen bereit?“ An einem genauen Ergebnis arbeitet die Forschung noch. Rein vom Alter her, sind Kinder erst mit drei bis vier Jahren zum richtigen Durchschlafen fähig. Das heißt, wenn sie nachts aufwachen, können sie sich wieder allein in den Schlaf bringen. Sie wissen dann: Augen zu, schlafen und warten bis mich Mama oder Papa wecken bzw. der Tag angebrochen ist.

Wie kann es aber sein, dass manche Babys durchschlafen und andere nicht? Schließlich sind sie theoretisch alle erst viel später dazu fähig. Vielleicht meldet sich Ihr Kind nachts nicht, weil es etwas mehr als üblich gegessen hat. Oder es hat sich körperlich so verausgabt (Schwimmbad, Spielplatz etc.), dass es einfach so viel Schlaf benötigt.

Durchschlafen fällt manchen Kinder einfacher als anderen


Anleitung um dem Baby beim durchschlafen zu helfen

Der Rhythmus von Babys und Kleinkindern ist ein anderer als bei uns Erwachsenen. Viele Eltern haben die Erfahrung gemacht, dass es nur ein schmales Zeitfenster gibt. Versuchen Sie Ihr Baby davor oder danach in den Schlaf zu bringen, scheitern Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Nun heißt es Nerven bewahren, denn nach diesen 10 bis 20 Minuten kehrt meistens schlagartig Ruhe ein. So kurz sind die Phasen der totalen Euphorie und der absoluten Müdigkeit.

Abgesehen davon, können Sie folgende Tipps und Tricks anwenden, damit Ihr Baby durchschläft.

Hat es wirklich Hunger?

Diese Frage ist nicht böse gemeint, sondern real. Viele Mamas erliegen dem Irrtum, dass Ihr Baby jedes Mal aufwacht, weil es Hunger hat. Wenn Sie aber erst vor zwei oder drei Stunden gestillt haben, muss dies nicht der Fall sein. Prüfen Sie zunächst, ob es wegen einer vollen Windel oder durch sein Träumen aufgewacht ist.

Geben Sie nicht gleich die Brust oder Flasche, sondern versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen. Wenn Sie zu oft stillen, wird sich Ihr Baby daran gewöhnen und nachts entsprechend öfter danach verlangen.

Einschlafen an der Brust vermeiden

Für die meisten Mamas ist es ein festes Ritual, dass sie zum Einschlafen die Brust geben. Erfahrungen zeigen, dass Babys auch deshalb öfters in der Nacht aufwachen. Sie sind mit dem Gedanken der Nahrungsaufnahme eingeschlafen und wachen mit demselben auf. Weshalb diese Variante nicht unbedingt für das Durchschlafen geeignet ist.

Behelfen Sie sich mit Alternativen. Am besten wählen Sie eine, welche wenig Anstrengung bedarf. Auf dem Arm oder im Tragetuch, sind hierbei keine guten Lösungen. Versuchen Sie es stattdessen mit körperlicher Nähe. Zwischen Mama und Papa, mit viel Körperkontakt, lässt es sich angenehm einschlafen.

7 Tipps für das nächtliche Abstillen

Es ist kein Trick, sondern soll irgendwann geschehen. Die Rede ist vom nächtlichen Abstillen. Ab dann soll Mama nachts nicht mehr die Brust geben. Ebenso wenig ein Fläschchen, weil dieses unter anderem die Kariesbildung fördert. Beachten Sie dabei folgende Schritte:

  1. Mama und Papa müssen überzeugt sein, dass nun die Zeit zum nächtlichen Abstillen gekommen ist. Zweifeln Sie als Eltern noch daran, spürt dies Ihr Kind. Es wird auf die, sowieso ungewollte Veränderung, noch nervöser reagieren.
  2. Eltern sollten ihr künftiges Vorgehen zur Nacht klären. Nur wer gemeinsam an einem Strang zieht, kann auch erfolgreich sein.
  3. Die Mama kann ihrem Kind von der nächtlichen Entwöhnung erzählen. Es versteht noch nichts davon, spürt aber, dass es um seine Person geht.
  4. Sie sollten mit dem nächtlichen Abstillen an einem Freitagabend beginnen. Sofern der Papa nicht in Schichten arbeiten gehen muss, ist nun die richtige Zeit gekommen. Es wird nicht auf Anhieb klappen. Weshalb Sie dann noch den Samstag- und Sonntagabend zum Üben haben.
  5. Egal ob am Morgen oder das letzte Stillen vor dem Einschlafen: Künftig ist das Schlafzimmer bzw. das eigenes Zimmer Ihres Kindes tabu! Es soll diesen Raum wirklich nur noch mit Schlafen verbinden.
  6. Nach dem letzten Stillen ist Ihr Baby vielleicht noch etwas wach. Passen Sie den richtigen Zeitpunkt ab, um sich gemeinsam ins Elternbett zu legen. Später kommt es dann in sein eigenes Bettchen.
  7. Sollte der Tag sehr aufregend gewesen sein, können Sie vor dem Stillen noch ein Entspannungsbad anbieten. Singen, Massagen und die Spieluhr, können auch Wunder bewirken.

Wieviel Monate stillen baby

Bitte nicht verzweifeln – Geduld ist eine Tugend

Trotz aller Tricks und Kniffe, kann sich Ihr Kind in Rage schreien. Einfach weil es aus seiner Gewohnheit gerissen wurde. Viele Eltern knicken kurz darauf ein und Mama gibt doch wieder die Brust. Das ist in Ordnung! Zumindest für jetzt, denn es braucht mehrere Versuche, damit Ihr Baby durchschlafen lernt.

Geben Sie dem Impuls nach, um es nicht länger als nötig schreien zu lassen. Sie haben deswegen nicht als Eltern versagt! Selbst wenn andere Ihnen das einreden wollen. Schlussendlich werden Sie viel Geduld und starke Nerven beweisen müssen.

Fazit zum Baby durchschlafen

Als Eltern können Sie sich die größte Mühe geben, damit Ihr Baby das Durchschlafen lernt. Am Ende bestimmen dies aber nicht Sie, sondern Ihr Nachwuchs. Das hängt von zahlreichen Faktoren ab, welche wir Ihnen schrittweise geschildert haben.

Schlussendlich dürfen Sie nicht so hohe Erwartungen an Ihr Kind stellen. Beim Durchschlafen lernen handelt es sich um eine sehr individuelle Sache. Das macht es nicht einfacher, wenn andere Eltern oder die Großeltern zusätzlich Druck aufbauen. Fragen wie: „Schläft es schon durch?“, sind dann umso nervenraubender.

Sorgen Sie einfach weiterhin dafür, dass es Ihrem Baby an nichts fehlt. Das mit dem Durchschlafen ergibt sich von selbst. Ein Vergleich mit anderen Babys ist zwecklos. Manche haben Glück und die längeren Nächte beginnen schon ab dem 4. Monat. Andere müssen sich zwei oder drei Jahre gedulden.

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